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70 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind potenziell betroffen

Arbeitnehmer in deutschen Büros atmen täglich große Mengen Feinstaub aus Laserdruckern ein. Damit gefährden sie womöglich langfristig ihre Gesundheit. Jüngste Forschungsergebnisse schließen ein Gesundheitsrisiko durch Feinstaub-Emissionen von Laserdruckern nicht mehr aus. Der Anteil der am Arbeitsplatz genutzten Laserdrucker erhöht sich jedoch kontinuierlich. Mittlerweile nutzen mehr als 70 Prozent der deutschen Arbeitnehmer einen Laserdrucker. 82 Prozent von ihnen sitzen nur drei Meter oder weniger vom Gerät entfernt. Was viele nicht wissen: Bei jedem Ausdruck setzen Laserdrucker für das Auge unsichtbare Staubpartikel frei, die ihren Weg in die Lunge und sogar bis in den Blutkreislauf finden können. Einige Druckermodelle stoßen derart viele Schadstoffe aus, dass die Feinstaubbelastung im Büro der an einer Hauptverkehrsstraße gleicht.

Toner-Studie fasst Forschungsstand zusammen

Die so genannte Toner-Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Feinstaub-Emissionen von Laserdruckern können aufgrund der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht mehr ausgeschlossen werden. Doch noch fehlen weitere Untersuchungen, um die Zusammenhänge final zu klären. Das BfR sieht es daher als vordringlich an, durch weitere Studien die physikalische und chemische Zusammensetzung der Feinstaubpartikel zu definieren. Um die Risikobewertung abschließen zu können, empfiehlt das BfR in einem zweiten Schritt die Reaktion des Menschen auf Laserdrucker-Emissionen zu untersuchen.

Nanotechnologie ein wichtiges neues Arbeitsschutzthema?

Wie die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) berichtet, wurden in einer EU-Expertenbefragung Nanopartikel und ultrafeine Partikel bereits als wichtigstes neues Arbeitsschutzthema eingeschätzt. Allerdings könnten die tatsächliche Exposition von Mensch und Umwelt sowie die toxikologischen und ökotoxikologischen Eigenschaften und Risiken derzeit noch nicht beurteilt werden. Die Notwendigkeit, hierzu Untersuchungen durchzuführen und Wissenslücken zu schließen, sei allgemein anerkannt.Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) 2006.

Gesundheitsrisiko Feinstaub

Gesundheitliche Auswirkungen von Feinstaub-Emissionen sind von der Größe der Partikel abhängig. Die größeren Feinstaubpartikel, die von Autos verursacht werden, setzen sich schwerer im Körper fest, als der sehr kleine Feinstaub aus Laserdruckern. Je kleiner die Partikel sind, desto häufiger werden gesundheitliche Beeinträchtigungen des gesamten Organsystems beobachtet. Die ultrafeinen Stäube gehören zu den hochkrebserregenden Partikeln und sind daher besonders schädlich. Studien zufolge können Partikel ab einer Größe von durchschnittlich weniger als 10 Mikrometern die Lungenfunktion verschlechtern, Partikel unter einer Größe von 2,5 Mikrometern können bereits systemische Krankheitseffekte wie Tumore oder Herzkreislaufschwäche auslösen.

Brüning, Thomas et al. Bewertung der gesundheitlichen Wirkung von Tonerstäuben für Menschen am Arbeitsplatz. Berufsgenossenschaftliches Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin, 2006, S. 14 ff.

Lungenfacharzt rät zum Schutz vor Feinstaub aus Laserdruckern

Laserdrucker gehören zu den beliebtesten Druckern - zu Hause und in Millionen Büros. Studien zeigen auf, dass Laserdrucker beim Druck einer einzigen Seite bis zu 8,7 Milliarden winziger Feinstaubpartikel ausstoßen können. Sehen Sie im Video die Antwort des Lungenspezialisten Prof. Dr. Witt von der Charité in Berlin, was in unserem Körper passiert, wenn wir Druckerfeinstaub einatmen.

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  2. 2: -94% max: Die durchschnittliche Filterleistung der Partikel zwischen 0,0001 und 0,002 mm Größe liegt bei 85% bis 94% bei einer maximalen Filterdurchströmgeschwindigkeit von 2m/min.